Naturparkzentrum

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Naturparkzentrum gegenüber dem Rathaus
Eingang des Naturparkzentrums

Naturparkzentrum

Als neue Visitenkarte der Region präsentiert sich Ihnen das Naturparkzentrum, das am 22. Juli 2004 eröffnet wurde. Die Ausstellung „Naturpark Erlebnisschau“ zeigt einen Querschnitt durch die Zeiten, die beeindruckende Natur des Schwäbisch-Fränkischen Waldes und das Wirken der dort lebenden Menschen. Die moderne Ausstellungskonzeption geht über das rein Informative hinaus und lässt Ihnen Raum zum spielerischen Erkunden und Erfahren. Besonders Kinder kommen hier voll auf ihre Kosten, wenn es darum geht Höhlen zu entdecken, dem Waldxylophon Töne zu entlocken und Bienen beim Honigmachen zu beobachten.

Die Ausstellung hat das Ziel unterhaltsam, informativ und kompakt das gesamte Naturparkgebiet vorzustellen. Vor Ort in der Natur sind all die im Naturparkzentrum präsentierten Themen hautnah und in lebendiger Fülle erlebbar.

Um einen kleinen Einblick in diese faszinierende Welt zu geben, wurden die Themen sorgfältig ausgewählt, durch einen Roten Faden verknüpft und in einer sinnlich erfahrbaren Weise umgesetzt. Alles Wissenswerte über die Attraktionen, Veranstaltungen und Freizeitmöglichkeiten im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald erfahren Sie am gemeinsamen I-Punkt der Stadt Murrhardt und des Naturparkvereins. Wir stehen Ihnen gerne für Auskünfte zur Verfügung. In regelmäßigen Wechselausstellungen haben hier zudem Künstler und interessierte Gruppen die Möglichkeit ihre Werke zu präsentieren.

Gleich zu Beginn der Ausstellung befindet sich eine der wichtigsten Stationen, ein 2 m² großes dreidimensionales Modell des Naturparks. Die geologischen Besonderheiten, die Kulturgeschichte aber auch Wander- und Fahrradwege sind hier interaktiv dargestellt. So werden alle wichtigen Informationen rund um den Naturpark kompakt und anschaulich vermittelt.
Mit diesem Grundwissen im Gepäck, kann die Erkundungsreise nun beginnen.
Folge Sie der Waldrapp-Spur!

Im Medienraum erzählen wechselnde Videoaufnahmen Geschichten aus dem Schwäbisch-Fränkischen Wald. Auch für kleine Vorträge ist dieser Raum geeignet.
Um sich ein Bild von der Region zu machen, sollte man zunächst in die Vergangenheit zurückblicken. Denn der Grund, auf dem wir so selbstverständlich wandeln, musste erst in einem, für uns Menschen ungewöhnlich langem Zeitraum entstehen. Vor etwa 230 Mio. Jahren begann die Entwicklung unserer außergewöhnlichen Schichtstufenlandschaft. Der weitere Weg führt durch die Schichten des Keuperberglandes. Sie begegnen sprechenden Steinen, Tieren aus vergangenen Zeiten und versteinerten Baumrelikten.

Im ersten Obergeschoss stehen Sie mitten im Wald. Wenn Sie wollen, können Sie sich mit Ihren Kindern in den Dachsbau verkriechen, sich zwischen Bäumen hindurchschlängeln und die vielfältige Flora und Fauna erkunden.
Doch die Natur entwickelte sich nicht ungestört. Erste Siedlungsspuren finden sich aus der Bronzezeit. Am Anfang nur am Rande des Naturparkgebietes, dehnte sich die Besiedlung auch in die entlegensten Winkel der Wälder aus.
Treten Sie über den Limes und erobern Sie das römische Reich! Der Obergermanische Limes (römische Reichsgrenze) ist an einigen Stellen auch heute noch eindrucksvoll im Naturpark sichtbar.
Alamannen, Franken und die Bedeutung der Glashütten für die Besiedlung der Waldgebiete sind anschaulich aufbereitet. Die berüchtigten Räuber vom Mainhardter Wald erzählen Ihnen ihre spannende Moritat.
Auf Ihrem weiteren Rundgang gelangen Sie zu der Station Land- und Forstwirtschaft. Durch das Eingreifen des Menschen in die natürliche Umgebung entstand die Kulturlandschaft, wie wir sie heute vorfinden. Mosaikartig verstreute Gehöfte, Felder und Wälder charakterisieren das Gebiet.

Ein Zeitfenster erlaubt den Blick auf die jüngste Vergangenheit der Menschen in der sich wandelnden Landschaft. In diesem Raum können Sie einen landwirtschaftlichen Zweig direkt und hautnah betrachten. In den Sommermonaten können Bienen in ihrem Stock gefahrlos beobachtet werden.
Jetzt heißt es über das Wasser gehen. In einem begehbaren Bach sehen Sie heimische Tiere und Pflanzen in neuer Perspektive. Feuchtwiesen entstanden einst durch Weidewirtschaft. Der Wald wurde lange Zeit zurückgedrängt und bot Raum für die Entwicklung seltener Pflanzengesellschaften.
Wasser war auch das Lebenselement der zahlreichen historischen Mühlen und der Flößerei, die früher eine große Rolle bei der Holzverarbeitung und dem Holztransport spielten.

In unserer Zeit sind Mühlen auf andere Weise ein wahrer Schatz geworden. Die historischen Mühlen haben ihre Faszination bis heute nicht verloren und ziehen jährlich viele Besucher an. Historische Flößerseen, wie zum Beispiel der Ebnisee, bieten aktuellen Freizeitspaß.
Auf Anmeldung können Kleingruppen das Naturlabor nutzen. Hier kann auf eigene Faust geforscht und experimentiert werden.
Auf dem Weg durch die Zeiten, durch Schluchten und Klingen, vorbei an Römersiedlungen und alt eingesessen Handwerksbetrieben erreichen Sie die Gegenwart des Naturparks. Aktuelle Entwicklungen des Naturparks sind Thema der letzten Station.

Für besonders Interessierte hält das Personal einen Naturparkordner bereit, der Infoblätter zum mitnehmen enthält.