Stadtnachricht

Die Württemberger in der Völkerschlacht von Leipzig - Vortrag mit Christian Schweizer
Schicksale und Erinnerungen aus Murrhardt


Württemberg hatte als Nachbar, Härten, Nöte, Entbehrungen und einen hohen Blutzoll für sein Bündnis zu bezahlen. Im Oktober 1813 wendete sich das Blatt für Napoleon in der Völkerschlacht von Leipzig, nachdem schon der Rückzug aus Russland 1812 über die Beresina eine unendliche Tragödie auslöste. Der Vortrag zeigt neben den allgemeinen Informationen insbesondere die Ereignisse in und um Leipzig aus Sicht des Württembergischen Truppenkontingents auf, dem natürlich eine ganze Reihe Murrhardter angehörten. Schriftstücke aus dem Stadtarchiv lassen das Schicksal einer verlorenen Generation wieder präsent werden. Erinnerungen Johann Ferdinand Nägeles, aus seiner Jugendzeit, berichten von den Ereignissen. In Murrhardts Patenstadt Rötha war einst das Hauptquartier der Allianz gegen Napoleon. 

Nach der Niederlage Napoleons in Belle-Alliance (Waterloo) und dessen Verbannung schwor man sich in einer Heiligen Allianz zukünftig Frieden in Europa zu bewahren. Der Wiener Kongress brachte zwar Fortschritte in der Diplomatie und Völkerrecht, doch Frieden sollte ein Trugbild bleiben. 1913, ein Jahr vor einer weiteren Katastrophe, dem 1. Weltkrieg,  der wir im kommenden Jahr gedenken, wurde das Völkerschlacht-Denkmal eingeweiht. Lassen Sie uns die Opfer der Völkerschlacht aus Murrhardt gedenken und die Folgen für die hiesige Bevölkerung durch Einquartierung, Truppendurchzüge und Hungersnöte nicht vergessen. Traditionen, Choräle und Lieder aus dieser Zeit prägen noch heute unser Militär oder die Erinnerungskultur. Ein Stück lebendige Geschichte, deren wir uns immer wieder verpflichtet sehen sollten.
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