Stadtnachricht

Kitas legen Grundsteine in der Bildungsbiographie der Kinder
- Kinder stärken und neugierig machen


Alle pädagogischen Fachkräfte sind bestrebt, den Kindern in ihrer Kindertageseinrichtung ein breites Angebot zur Verfügung zu stellen, das die Kinder in ihrer Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen begleitet, unterstützt und fördert. Die pädagogische Arbeit wird mit ihren Inhalten reflektiert und entsprechend weiterentwickelt. So ist die Projektarbeit, die Vertiefung und Weiterführung von bereits bestehenden Angeboten fortwährend aktuell.

Der Waldkindergarten „Kleine Waldforscher“ nimmt in diesem Kindergartenjahr am Forschungsprojekt „EMIL-Emotionen regulieren lernen“ teil, das vom TransferZentrum für Neurowissenschaften durchgeführt und von der Landesstiftung Baden-Württemberg finanziert wird. Durch die Teilnahme an diesem Projekt werden die pädagogischen Fachkräfte in ihrer konzeptionellen Arbeit weiterqualifiziert. Das soziale Miteinander ist im Kindergartenalltag von großer Bedeutung. Sich mit den eigenen Bedürfnissen und denen der anderen Kinder auseinandersetzen, Dinge teilen, sich absprechen, bei Konflikten und Problemen Lösungen finden, sind alltägliche Gegebenheiten, die mit unterschiedlichen Gefühlen verbunden sind. Die Selbstregulation und die damit verbundene Stärkung der Willenskraft sind in der sozial-emotionalen Entwicklung der Kinder wichtige Komponenten und für das Leben in allen Bereichen von großer Bedeutung. Deshalb sind das wiederkehrende Lernen in Alltagssituationen, das gegenseitige Verstehen und Annehmen, sowie der Erwachsene als Partner und Vorbild sehr wichtig.

Das Projekt wurde bereits 2011/2012 in acht Ulmer Kindergärten erfolgreich durchgeführt und wurde jetzt auf weitere 24 Einrichtungen in ganz Baden-Württemberg ausgeweitet. Die Erzieherinnen des Waldkindergartens nehmen sehr interessiert und engagiert an den Fortbildungs- und Begleittagen teil und konnten bereits vielfältige Erkenntnisse und praktische Inhalte in ihre Kindergartenarbeit einbringen.

Die Kindergärten Stadthalle und Schäferstraße möchten zukünftig die Kinder in ihrem Forscher- und Entdeckerdrang mit der Durchführung von Experimenten und der alltäglichen Begegnung im naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Bereich noch mehr unterstützen. Durch die Stiftung  „Haus der kleinen Forscher“  können pädagogische Fachkräfte in Workshops zu unterschiedlichen Themen praxisnahe Experimente durchführen und Erfahrungen sammeln, die sie in den Kindergartenalltag mitnehmen.  Ziel  der Stiftung, die in unserer Region von der IHK Stuttgart vertreten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, ist das gemeinsame Lernen der Kinder und Erzieherinnen „Phänomenen und aufkommenden Fragen experimentell auf den Grund zu gehen.“ Kinder lernen, indem sie ihrem Interesse nachgehen und mit selbstgemachten Erfahrungen Zusammenhänge erkennen. Die Erzieherinnen sind dabei Partner und Lernende. Die beiden Einrichtungen können sich zum „Haus der kleinen Forscher“ zertifizieren lassen, wenn sie sich nach vielerlei gemachten und dokumentierten Experimenten und Erfahrungen um die Plakette der Stiftung bewerben. Natürlich können interessierte Eltern, Großeltern, engagierte Personen und Unternehmen diesen Schwerpunkt der Einrichtungen bereichern, indem sie  ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einbringen und das Projekt als Pate unterstützen.

Ansprechpartner für weitere Informationen zu den Projekten ist die Fachberatung für die städtischen Kindertageseinrichtungen.
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Redakteur / Urheber