Stadtnachricht

Unser „BufDi“-Jahr im Rems-Murr-Kreis


Der Bundesfreiwilligendienst ist auch im Rems-Murr-Kreis gefragt. Der sogenannte BufDi ist ein Angebot an Frauen und Männer jeden Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. Eine Frau und drei Männer: Julia Wagner, Max Eder, Michael Bebion, Marco Kruse haben sich für den Bundesfreiwilligendienst beim Landschaftspflegetrupp im Rems-Murr-Kreis in der Einsatzstelle im Stützpunkt der Straßenmeisterei Schorndorf entschieden, um die Tier- und Pflanzenwelt im Kreis zu pflegen.

Die Pflege der Naturdenkmäler und anderer schützenswerter Flächen des Rems-Murr-Kreises erfolgt neben Landwirten und Unternehmern durch die vier Freiwilligen im Landschaftspflegetrupp. Sie arbeiten Hand in Hand mit dem Landschaftserhaltungsverbands (LEV) Rems-Murr e.V. Aus diesem Grund hat Ronald Blümle, ein Mitarbeiter des Landschaftserhaltungsverbands, die Vier betreut. Ziel des Landschaftserhaltungsverbands und des Landschaftspflegetrupps ist die Organisation und Ausführung der Biotop- und Landschaftspflege, um die Schönheit des Rems-Murr-Kreises zu erhalten.
„Da wir viel im Rems-Murr-Kreis unterwegs sind, verbringen wir viel Zeit in Weinbergen oder auf Streuobstwiesen, von denen aus wir einen schönen Ausblick über Rems- und Murrtal genießen können. So sehen wir auch versteckte Gegenden, die man im normalen Alltag nicht sieht“, sagen Julia, Max, Michael und Marco und erklären weiter, „alles in allem ist unsere Arbeit sehr abwechslungsreich und interessant. Man lernt neue Pflanzenarten kennen und die Arbeit mit verschiedenen Maschinen.“

Tätigkeiten, wie die Pflege von Gehölzen, Mäharbeiten mit dem Freischneider oder dem Balkenmäher, Häckseln, Maschinenwartung und die Kontrolle von Naturdenkmälern zählen zu den Hauptpflichten, der im Bundesfreiwilligendienst Tätigen. Auch die Kontrolle der Nistkästen für Fledermäuse, Hornissen und Meisen oder die Dokumentation des Baumbestands auf Streuobstwiesen war neben der Erledigung von einfachen Bürotätigkeiten beim Landschaftserhaltungsverband (LEV) Rems-Murr e.V. in Backnang, Teil der Arbeit.

„Eines unserer Projekte war zum Beispiel das Freilegen eines verwilderten Steinbruchs in Rohrbronn. Dort mussten wir Brombeeren und andere Sträucher zurückscheiden, so dass die Sonne die Felsen des Steinbruchs wieder erwärmen kann, da diese einen beliebten Lebensraum für verschiedene Reptilienarten darstellen“, berichten die Freiwilligen. „Es war zwar eine mühsame Arbeit, doch am Ende war es schön zu sehen, wie gepflegt und schön das einst verwilderte Naturdenkmal nun aussah“, erklärten Julia Wagner und die drei jungen Männer.

Neben dem normalen Arbeitsalltag gehören zum Bundesfreiwilligendienst auch Pflichtseminare, ohne die der Bundesfreiwilligendienst nicht offiziell anerkannt wird. „Zusätzlich zu diesen Seminaren wurde es uns wegen unserer Tätigkeit in der Landschaftspflege ermöglicht, einen Motorsägenschein zu absolvieren. Außerdem hatten wir in Kirchheim/Teck ein Seminar mit Schwerpunkt Grünpflege bei der DEULA“, erzählten die Vier begeistert. „Wir sind froh, dass wir uns für dieses Bufdi-Jahr entschieden haben und nehmen viel daraus mit.“

Freiwilliges Engagement lohnt sich für Alle und ist gerade auch für die Engagierten ein großer persönlicher Gewinn: Junge Menschen sammeln praktische Erfahrungen und Kenntnisse und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt. Ältere Menschen geben ihre reichhaltige Lebenserfahrung an andere
weiter, können über ihr freiwilliges Engagement auch nach dem Berufsleben weiter mitten im Geschehen bleiben – oder nach einer Familienphase wieder Anschluss finden. Auch als Einsatzstelle profitieren Sie von engagierter Unterstützung durch Freiwillige: Sie bringen frischen Wind und Anstöße von Außen in Ihre Einrichtung.

Bundesfreiwilligendienst im Landrtsamt 2014
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Redakteur / Urheber