Stadtnachricht

Sonderausstellung "Gebrochener Glanz, Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes"


Über 5000 Fragmente solcher Statuen wurden entlang von Rhein und Donau bisher gefunden und jüngst in einem einmaligen Forschungsprojekt, finanziert von der Volkswagen-Stiftung,  untersucht und dokumentiert. Dabei spielt nicht nur die mögliche Darstellung , sondern speziell die damalige Gusstechnik, die metallurgische Untersuchung und somit der Herstellungsort, sowie die Herkunft der unterschiedlichen Metalle eine aufschlussreiche Rolle. Die Ausstellung vermittelt somit neue und überraschende Erkenntnisse über das aufwändige Statuenprogramm und die komplexe , frühe Bronzeindustrie in den römischen Nordwestprovinzen. Betriebsgeheimnisse wurden ebenso gelüftet, wie Transportwege nachvollzogen werden konnten. Ein wesentliches Ausstellungsstück stammt dabei aus Murrhardt und wurde vom Carl-Schweizer-Museum als Leihgabe beigesteuert. Ein bronzenes Schwert, eigentlich eher ein Zeremonialdolch, Parazonium, genannt, das mit seinem Adlerkopf die den Kaisern durch Jupiter verliehene Macht zur Durchsetzung des Rechtes symbolisiert. Das Murrhardter Stück wurde 1954 bei Bauarbeiten in der Friedenstraße gefunden und ist das einzig komplett erhaltene Stück in Deutschland. Als Teil einer lebensgroßen Kaiserstatue stammt es von einem der frühen Denkmäler aus dem Murrhardter Kastell. Zu sehen ist dies in der  Sonderausstellung: „Gebrochener Glanz ,  Römische Großbronzen am UNESCO-Welterbe Limes“,  Sa. 16.08.2014 - So., 22.02.2015  im Limesmuseum Aalen. Auf ein weiteres Fundstück aus Murrhardt , die ebenso sehr wertvolle und seltene Darstellung der kapitolinischen Wölfin
Woelfin

aus dem Grab Walterichs, wird in der Ausstellung „ Ein Traum von Rom. Römisches Stadtleben in Südwestdeutschland“ ,  25. Oktober 2014 bis 12. April 2015“ im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart hingewiesen. Damit ist Murrhardt und das Carl-Schweizer-Museum mit zwei einzigartigen Fundstücken am Welterbe Limes in wichtigen Ausstellungen vertreten , deren Besuch empfohlen werden kann. Das CSM selbst hat noch bis Ende Oktober geöffnet und zeigt weitere interessante und einmalige Funde, so zum Beispiel zierteile eines römischen Cornus, eines Blasintrumentes. Weitere Informationen unter : www.carl-schweizer-museum.de
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Redakteur / Urheber