Stadtnachricht

Bodystyling und Körperkult bei Mädchen und Jungen


Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Diese Frage der bösen Königin aus dem Märchen ist heute aktueller denn je. Jugendliche wollen cool und stylisch sein und damit Wirkung erzielen, dafür sind sie oft auch bereit einen hohen Preis zu bezahlen. Der eigene Körper und dessen Inszenierung hat für Mädchen und Jungen eine enorme Bedeutung. Die Heranwachsenden stehen unter dem massiven Druck, den Anforderungen, die andere an sie – aber auch sie selbst an sich – stellen, gerecht zu werden. Den gesellschaftlichen Normen von Eltern zum einen und Gleichaltrigen zum anderen, sowie auch von Mode und Medien, steht dabei der Wunsch nach Individualität gegenüber. Die meisten Jungen und Mädchen kümmern sich sehr intensiv um ihr Aussehen, stecken enorm viel Zeit und Geld in ihre äußere Erscheinung. Doch wie weit ist das in diesem Alter normal und ein natürlicher Prozess, fragen sich die Eltern? Denn zugleich fällt es Jugendlichen seit einigen Jahren zunehmend schwer, sich in ihrem Körper wohl zu fühlen.

Körperfremde und Körperfeindlichkeit hat unter jungen Menschen zugenommen. Dies kann zu einem Suchtverhalten führen, etwa zu einer Essstörung oder zu zwanghaftem Bodybuilding.

Über „Bodystyling und Körperkult“ informiert dazu eine kostenlose Abendveranstaltung für Eltern undLehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher am Donnerstag, 22. Januar, im Martin-Luther- Haus in der Friedrich-Fischer-Straße 1 in Schorndorf. Die Referentin Kristin Komischke vom Mädchengesundheitsladen Stuttgart gibt um 19:30 Uhr einen Überblick, wie Mädchen und Jungen sich ihren Körper in der Pubertät „aneignen“, welchen Normen sie dabei folgen, wo Risiken liegen und wie eine positive Unterstützung von Seiten der Eltern und Pädagogen aussehen kann.

Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte Eltern brauchen keine Anmeldung. Pädagogische Fachleute werden gebeten, sich kurz per E-Mail beim Suchthilfekoordinator des Rems-Murr-Kreises, Holger Hackel, unter h.hackel@rems-murr-kreis.de anzumelden. Die Veranstaltung ist das dritte Angebot aus der Reihe des Arbeitskreises Suchtprävention Rems-Murr. Die Veranstaltungsreihe wird mit monatlichen Vorträgen bis Juli laufen. Verschiedene Referenten betrachten dabei die Lebenswelten und Suchtgefahren Jugendlicher aus vielen Perspektiven. Eltern und Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher erhalten von Experten Einblicke, wie Jungen und Mädchen heute ticken – und wie Erwachsene mit dem Verhalten verantwortlich umgehen können.

Nähere Informationen und eine Beschreibung des Vortrages finden Sie auch im aktuellen Programmheft.

Folgende Veranstaltungen stehen in den nächsten Monaten an:

- Pubertät und Probierkonsum
Leben, Suchen, Finden: wie wir unsere Jugendlichen bei Suchtmittelerfahrungen hilfreich begleiten können
24. Februar 2015, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1 I 73614 Schorndorf

- Flugversuche
Wie Eltern ihre Kinder in die Selbständigkeit begleiten können
5.März 2015, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1 I 73614 Schorndorf

- Turbotrinken
Jugendliche im Umgang mit Rauschmitteln und damit verbundene Grenzüberschreitungen
16. April 2015, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1 I 73614 Schorndorf

- Familiäre Bindung gibt Halt
Familiäre Einflüsse auf die Entwicklung von Jugendlichen im Zusammenhang
12. Mai 2015, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1 I 73614 Schorndorf

- „Mein Kind soll es besser haben…“
Stützen, begleiten, behüten,aber auch begrenzen und beschränken
18. Juni 2015, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1 I 73614 Schorndorf

- Haschisch, Badesalze, Alk & Co!
Was ist für Jugendliche interessant und welche straf- und führerscheinrechtlichen Konsequenzen können folgen
14. Juli 2015, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Fischer-Straße 1 I 73614 Schorndorf

Die Referenten und eine nähere Beschreibung der jeweiligen Themen ist auf der Internetseite des

Landratsamts Rems-Murr-Kreis im Bereich „Jugend, Senioren, Gesundheit und Soziales“ unter dem Stichpunkt „Suchthilfe“ zu finden.
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Redakteur / Urheber