Stadtnachricht

Am Sonntag endet die Sonderausstellung „Die Hegenbarths“
Köpfe – Comics - Kreaturen


Emanuel Hegenbarth (1868-1923) ist vielen Murrhardtern bekannt, er war nicht nur der Schwiegersohn von Heinrich von Zügel, sondern auch sein Meisterschüler und ebenfalls ein herausragender Maler. 1903 erhielt er einen Ruf an die Königlich Sächsische Akademie der Bildenden Künste in Dresden. Er wurde Professor für die dort neu eingerichtete Tiermalklasse. Von 1905 bis 1908 unterrichtete er außerdem seinen jüngeren Vetter Josef Hegenbarth (1884–1962), der später einer der bedeutendsten Zeichner und Illustratoren des 20. Jahrhunderts wurde. Sein Wohnhaus in Dresden-Loschwitz, das seine Witwe dem Dresdner Kupferstichkabinett vermachte, ist heute mit seiner Atelier-Wohnung Museum und mit den übrigen Räumen Ausstellungsraum des Josef-Hegenbarths-Archivs.
Johannes Hegenbarth, alias Hannes Hegen (1925–2014), war der bekannte Comiczeichner und in direkter Linie mit Josef Hegenbarth sowie der Schauspielerin Wolke Hegenbarth verwandt. Seine Zeitschrift „Mosaik“ war zu Zeiten der DDR gleichbedeutend mit der westdeutschen Comic-Reihe Fix & Foxi. Mit der Comic-Serie „Digedags“ (Dig, Dag und Digedag) schuf er sein Lebenswerk.
In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Birgit Krüger, Urenkelin von Emanuel Hegenbarth, zeigt das Kunstfenster auf dem Wolkenhof während der Ausstellungszeit Scherenschnitte von Liese Hegenbarth, Tochter von Emanuel.
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Redakteur / Urheber