Stadtnachricht

Mitgliederversammlung bei Diakonie ambulant
Zufriedenstellendes Jahresergebnis 2014


Von den 20 Mitgliedern waren in der Versammlung 19 vertreten. Auf der Tagesordnung standen die Berichte des Vorstands und des Aufsichtsrats, der Jahresabschluss 2014 und der Wirtschaftsplan 2015.
 
Im Rahmen der Begrüßung freute sich Aufsichtsratsvorsitzender Werner Stingel über die Einladung in das schön gestaltete Dorfgemeinschaftshaus, die sehr gute Beteiligung und die Anwesenheit aller Abteilungsleitungen. Mit einem Blumengruß konnte er erstmals in diesem Kreis Pfarrerin Brigitte Fried von der Evang. Kirchengemeinde Spiegelberg willkommen heißen. Sie übernahm es nach dem Grußwort von Bürgermeister Uwe Bossert auch gleich, die Versammlung mit einem geistlichen Impuls einzuleiten. Dabei ging sie auf das Leitbild von Diakonie ambulant ein und unterstrich aus persönlichen Erfahrungen, wie wichtig es ist, im Bedarfsfall nach Möglichkeit auf die Hilfe der Diakonie zählen zu können.  
 
Geschäftsführender Vorstand Thomas Nehr erläuterte in seinem umfassenden Jahresbericht neben der wirtschaftlichen Situation auch die allgemeine Entwicklung der Einrichtung im Jahr 2014. Besonders freute er sich, dass es wieder gelungen ist, ein positives wirtschaftliches Ergebnis zu erreichen. Neben dem vorbildlichen Einsatz aller Mitarbeitenden in den Bereichen Pflege, Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie trugen dazu allerdings auch die Förderbeiträge der Krankenpflegevereine und die Auflösung einer Rückstellung aus Vorjahren mit bei. Auch die Kassen haben auf die vielfältige Kritik reagiert und ihre Leistungsentgelte angepasst. Angesichts des Ergebnisses konnte 2014 wieder auf die grundsätzlich vereinbarten Förderbeiträge der Kommunen und Kirchengemeinden verzichtet werden.
 
Diakonie ambulant hat nach wie vor ca. 70 Mitarbeitende, deren Leistungen umgerechnet 40 Vollzeitstellen entsprechen. Der Wirtschaftsplan für 2015 geht ebenfalls von leicht positiven Ergebnis aus. Angesichts der prognostizierten Entwicklung des künftigen Pflegebedarfs und der Altersstruktur der derzeitigen Pflegekräfte bei Diakonie ambulant ist die Personalgewinnung für die Einrichtung eine ganz besondere Herausforderung. Neben der tarifgerechten Vergütung erfolgt die Kooperation mit den Schulen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Gesunderhaltung der Mitarbeitenden, dem Angebot von familiengerechten Arbeitsmöglichkeiten und einer Einsatzplanung, die Überbelastungen möglichst vermeiden kann. Notwendige Stellenbesetzungen waren im abgelaufenen Jahr aufgrund der Rahmenbedingungen ohne unnötige Verzögerungen möglich.
 
Für den Aufsichtsrates berichtete der Vorsitzende von einer guten und rationellen Zusammenarbeit. Dafür bedankte er sich ausdrücklich bei den Aufsichtsratsmitgliedern und beim Vorstand. Seiner Ansicht nach kann bei Diakonie ambulant die Sacharbeit effizient erledigt werden. Der Aufsichtsrat fühle sich vom Vorstand umfassend beteiligt und unterrichtet. Die Vorgaben in unserer Satzung und in der Geschäftsordnung würden dabei beachtet. Besondere Punkte für den Aufsichtsrat waren seit der letzten Versammlung die Veränderung in der Leitung der Physiopraxis. Der Abschluss der Verträge für das Projekt „Alte Post“ in Murrhardt sei vorbereitet. An der Lösung des künftig zu erwartenden Raumbedarfs für die Diakoniestation werde ebenfalls gearbeitet. Eine Änderung der Dienstwagenregelung für den Vorstand sei einvernehmlich erfolgt. Im Blick von Vorstand und Aufsichtsrat seien auch die Entwicklungen bei unseren therapeutischen Praxen. Die Praxisleitungen mit ihren Teams würden sehr engagiert arbeiten. Anders wären die vorgestellten Ergebnisse nicht machbar. Abschließend hoffte er, dass sich die Konzeption von Diakonie ambulant mit hoher Fachlichkeit, ordentlichen Gehältern nach einem Tarifvertrag und diakonischen Werten letztlich weiterhin behaupten kann.
 
Aus der Sicht des Aufsichtsrates habe Diakonie ambulant einmal mehr allen Grund, sehr dankbar zu sein, dass die Mitarbeitenden so gut mitziehen und dass sie von größeren Unfällen verschont blieben. Ferner bedankte er sich für die Förderleistungen der Krankenpflegevereine, für alle ideelle und praktische Unterstützung durch die Mitglieder und für das gute Miteinander.
 
In der Aussprache wurde geklärt, dass die therapeutischen Praxen für Ergotherapie und Physiotherapie in Sulzbach an der Murr und für Logopädie in Murrhardt zwar ihren Schwerpunkt in der Betreuung der Patienten zuhause haben, aber genauso ohne jegliche Einschränkungen in den Praxisräumen auf Rezept oder auch für Selbstzahlende ihre Dienste anbieten und arbeiten.
       
Nachdem die Veranstaltung mit der Begrüßung von Frau Pfarrerin Brigitte Fried begonnen hatte, blieb Stingel zum Schluss noch die Verabschiedung von Pastor Michael Burkhardt von der evangelisch-methodistischen Gemeinde aus diesem Kreis. Er übernimmt für seine Kirche demnächst eine neue Aufgabe in Stuttgart. Mit einem Weingebinde brachte er unter Beifall der Versammlung den Dank für die schöne Zusammenarbeit zum Ausdruck.
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Redakteur / Urheber
Diakonie ambulant