Stadtnachricht

Verunreinigungen durch Hunde- und Pferdekot
Beschwerden häufen sich


Tierfäkalien stören nicht nur das ästhetische Empfinden, sondern wegen der in den Fäkalien enthaltenen Krankheitserreger kann auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigt werden. Problematisch sind die Verunreinigungen durch Pferdemist deshalb, da die auftretenden relativ großflächigen Verunreinigungen, zumal in Verbindung mit Regen – die Straßen zu gefährlichen Rutschbahnen machen können.  Kommt man dieser Verordnung nicht nach, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Auch die Verschmutzung von Straßen und Gehwegen in Murrhardt durch Hundekot nimmt in den letzten Wochen und Monaten wieder zu. In Deutschland gibt es ca. 5,3 Millionen Hunde. Diese produzieren jährlich so viel Kot, dass damit ein 60 km langer Güterzug gefüllt werden könnte. Obwohl auch in Murrhardt Automaten mit Hundekottüten aufgestellt sind, mit denen die Fäkalien entsorgt werden sollen, beseitigen manche Hundehalter die Exkremente ihrer Hunde nur sehr selten. Im eigenen Interesse sollten daher auch die Hundebesitzer darauf achten, die Hinterlassenschaften der eigenen Tiere zu beseitigen.
Der städtische Vollzugsdienst wird in den kommenden Monaten auch dies verstärkt überwachen und, wenn nötig, auch Bußgeldverfahren einleiten. 
 
Nicht nur innerhalb des Murrhardter Stadtgebietes sollte es für Hundehalter selbstverständlich sein, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. Dasselbe fordern Landwirte auch zu Recht auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen.
In Murrhardt wird dieses unhygienische Problem durch die steigende Anzahl der gehaltenen Hunde von Jahr zu Jahr größer. Denn die Verschmutzung von Wiesen, Weiden und Feldern durch Hundekot kann für die Landwirtschaft gefährlich sein. Oft enthalten die Hinterlassenschaften der Hunde Krankheitserreger. Besonders wenn Wiesen und Weideflächen verunreinigt werden, bleiben die Erreger lange an den Gräsern haften. Aus hygienischen und auch ästhetischen Gründen gehört Hundekot nicht in Lebensmittel und ebenso wenig in Futter für Lebensmittel liefernde Tiere. Anbauflächen von Obst und Gemüse sowie Weiden und für Heu oder Grünfutter genutzte Wiesen sollten also von Hundekot frei gehalten werden.

Aus diesem Grund dürfen in der Vegetationsperiode (das ist beim Acker die Zeit zwischen Saat und Ernte, bei Grünland die Zeit ab Anfang März bis zum letzten Schnitt Ende Oktober) die landwirtschaftlich genutzten Flächen weder betreten noch als Hundetoilette benutzt werden. Diese Regelung gilt natürlich nicht nur für Menschen, sondern auch für die mitgeführten Hunde. Wer die freie Landschaft betritt ist verpflichtet, von ihm abgelegte Gegenstände und Abfälle, dazu gehört auch Hundekot, wieder an sich zu nehmen und zu entfernen.

Die Hundehalter sollten bitte deshalb auch keine Stöckchen, Bälle und anderes Hundespielzeug auf Wiesen und Äcker zu werfen. Bleiben diese nämlich dort liegen, können sie landwirtschaftliche Arbeitsgeräte beschädigen. 
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Redakteur / Urheber
Stadtverwaltung Murrhardt, Amt für Ordnung und Soziales