Stadtnachricht

Gemeinsam für den Breitbandausbau im Schwäbischen Wald


Die Bürgermeister Jäger, Zahn, Sczuka und Mößner arbeiten beim Breitbandausbau zusammen.
Bereits im vergangenen Jahr haben alle vier Kommunen vom Bund einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro für Beratungsleistungen nach dem Bundesförderprogramm Breitbandausbau erhalten. Mit diesem Geld konnten die vier Kommunen Beratungsleistungen in Anspruch nehmen, um Machbarkeitsstudien für den weiteren Breitbandausbau in Auftrag zu geben. Ziel der Machbarkeitsstudien in allen Kommunen war, eine flächendeckende Verbesserung der Bandbreiten für alle Haushalte zu erreichen. Ebenfalls wurde im Zuge der Machbarkeitsstudien das sogenannte Wirtschaftlichkeitslückenmodell mit einem etwaigen Betreibermodell abgewogen. Beim Betreibermodell würde durch die Kommune ein komplett eigenständiges Glasfasernetz aufgebaut. Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell wird gezielt eine Wirtschaftlichkeitslücke eines privaten Anbieters ausgeglichen. In allen vier Kommunen wurde die Empfehlung ausgesprochen, sich für das Wirtschaftlichkeitslückenmodell zu entscheiden. Das Betreibermodell ist ob der zu verlegenden Längen der Leitungen mit wesentlich höheren Kosten verbunden. Zudem würde ein komplett neues Netz entstehen, das die bisher bestehende Infrastruktur außer Acht lässt.

Zwischenzeitlich haben die Stadt Murrhardt, die Gemeinde Sulzbach an der Murr, die Gemeinde Althütte und die Gemeinde Großerlach einen interkommunalen Antrag auf Bundesbreitbandförderung nach dem Bundesförderprogramm Breitbandausbau zur Förderung von Infrastrukturprojekten gestellt. Die Stadt Murrhardt hat die Koordinierung des Antrags und die Abwicklung des Projekts übernommen. Für alle vier Kommunen betragen die zuwendungsfähigen Gesamtaufwendungen 16,2 Mio. Euro bei einem Eigenmittelbeitrag von gesamt 4,8 Mio. Euro.

Die vier Bürgermeister Armin Mößner, Dieter Zahn, Reinhold Sczuka und Christoph Jäger sind sich darin einig, dass der Breitbandausbau als wichtige Zukunftsinfrastruktur im Schwäbischen Wald weiter ausgebaut werden muss. Besteht in den Kernorten meist eine auskömmliche Bandbreite, so trifft dies gerade auf die vielen Teilorte, Weiler und Wohnplätze aller vier Kommunen in aller Regel nicht zu. Doch gerade für die Unternehmen, Handwerksbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe und privaten Haushalte dort ist es im digitalen Zeitalter unverzichtbar eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung zu haben. Nun hoffen die vier Rathauschefs auf die entsprechende Unterstützung aus Berlin und Stuttgart. Kombiniert aus Bundesmitteln und Co-Finanzierungsmitteln des Landes Baden-Württemberg kann so eine Förderung bis zu 70% in die Finanzierung einkalkuliert werden. Die übrigen 30% werden die Kommunen schultern müssen, um die Wirtschaftlichkeitslücke auszufüllen, die den Telekommunikationsanbietern entstehen und weshalb sie bisher die Investitionen nicht angegangen sind. „Wir wollen, dass auch gerade unsere Bürgerinnen und Bürger der Teilorte, Weiler und Wohnplätze im digitalen Zeitalter Schritt halten können und setzen uns für die damit verbundene Infrastruktur ein“, so die Rathauschefs abschließend.