Stadtnachricht

Europäische Impfwoche in Baden-Württemberg startet am 24. April


Die seit 2005 jährlich veranstaltete Europäische Impfwoche soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für Gesundheit und Wohlbefinden schärfen.

Das Ziel ist eine Zukunft, in der jeder frei von der Last impfpräventabler Krankheiten lebt. Der Fortschritt in diese Richtung ist klar ersichtlich, einschließlich der Bemühungen zur Eliminierung von Masern und Röteln. Doch es gibt auch weiterhin Herausforderungen: Die Durchimpfung mit Impfstoffen für das Kindesalter hat noch immer kein optimales Niveau erreicht und sinkt in einigen Kreisen und Gemeinden sogar. Jugendliche und Erwachsene wissen häufig nicht, dass auch sie Impfungen benötigen, um sich und ihr Umfeld vor gefährlichen und vermeidbaren Krankheiten zu schützen. Lücken in der Durchimpfung haben zu vermeidbaren Krankheitsausbrüchen geführt, die Menschen jeden Alters befallen haben.

Das Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises nimmt dies zum Anlass, um speziell auf die Verhütung einer Infektion mit Masernviren hinzuweisen, da besonders Jugendliche und junge Erwachsene im Rems-Murr-Kreis nicht ausreichend gegen Masern geimpft sind.

Die Masern gelten als eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten des Men­schen und können in manchen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen auslösen. Sie sind auch eine der wenigen Infektionskrankheiten, die durch eine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung weltweit ausgerottet werden könnten. Für eine dauerhafte Ausrottung einheimischer Masern müssen mehr als 95 Prozent einer Bevölkerung mindestens zwei Masernimpfungen erhalten. Viele Länder, so auch Deutschland, treten seit Jahren hinsichtlich der angestrebten Masern-Eli­mination auf der Stelle. Die Masernimpfquoten der 4-bis 5-jährigen Kinder sind in Baden-Württemberg in den letzten Jahren leicht angestiegen. Landesweit haben 95,2 Prozent der Kinder wenigstens eine und 89,5 Prozent der Kinder zwei oder mehr Masernimpfungen erhalten. Das ergab die Auswertung der aktuellen Einschulungsuntersuchung. Im Rems-Murr-Kreis lag die Impfquote für die erste Masernimpfung der 4-bis 5-jährigen Kinder bei 93,1 Prozent. Zwei oder mehr Impfungen gegen Masern hatten 84,8 Prozent der 4- bis 5-jährigen erhalten.

Aber auch Jugendliche und junge Erwachsenen sind zumeist nicht ausreichend gegen Masern geimpft. So waren in den Jahren 2015, 2016 und 2017 (im Zeitraum von Januar und Februar) zwischen 40 – 50 Prozent der an Masern erkrankten Personen über 15 Jahre alt. Das Gesundheitsamt bittet daher alle nach 1970 Geborenen, ihren Impfschutz zu überprüfen und sich durch eine Impfung zu schützen.
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Landratsamt Rems-Murr-Kreis

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