Stadtnachricht

Besuch in der Partnerstadt Rötha


In Rötha stand einiges auf dem Programm. Die Gäste aus Murrhardt waren nicht nur zum 60. Geburtstag der Grundschule Espenhain eingeladen, sondern auch zum Festgottesdienst anlässlich 500 Jahre Weihe der Marienkirche. Auf dem Programm stand ebenso ein Besuch in der Landestalsperrenverwaltung in Rötha, eine Stippvisite im Bergbau-Technik-Park und bei der Nacht der 1000 Kerzen im Schlosspark. Am Samstagabend trafen die Gäste aus Baden-Württemberg die Vertreter der Röthaner Vereine im Schützenhaus zum Gespräch.

Die Murrhardter Delegation mit den Gastgebern aus Rötha bei der Feier zum 60. Geburtstag der Grundschule Espenhain. In der Bildmitte links Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn neben Murrhardts Bürgermeister Armin Mößner. (Foto Julia Tonne, LVZ)

Seit mittlerweile 28 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Städten. Ab 1990 zunächst als Patenschaft, um nach der Wende in Rötha nach dem Vorbild aus Baden-Württemberg die Verwaltung aufzubauen. Seit 2015 nun als feste Städtepartnerschaft.

Für Stephan Eichhorn, dem Bürgermeister der Stadt Rötha, diene die Partnerschaft zwischen Rötha und Murrhardt auch dazu, Verständnis für einander zu entwickeln. Und auf europäischer Ebene seien Städtepartnerschaften „gelebtes Europa“.  Für Murrhardts Bürgermeister Armin Mößner ist es wichtig, über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen, andere Menschen kennen zu lernen, Kontakte zu pflegen und miteinander ins Gespräch zu kommen. So erfahre man etwas sowohl über Entwicklungen als auch über Probleme in den Städten und Gemeinden. Vor allem aber helfe eine Partnerschaft Vorurteile abzubauen. Einige Kooperationen zwischen Rötha und Murrhardt, die in den vergangenen Jahren ein wenig ins Stocken gerieten, sollen wieder aufgenommen werden, erklärte Mößner.

Die Geschichte der Marienkirche in Rötha soll als Wallfahrtskirche zu einem wundersamen Birnbaum begonnen haben in dem einem Hirten Maria erschien. So ist es in einer Urkunde vom 7. September anno 1518 zu vernehmen. Die einstige Wallfahrtskirche ist heute 500 Jahre alt. Dieses Ereignis feiern die evangelisch-lutherische  Kirchengemeinde und die Stadt Rötha gemeinsam mit einer Festwoche. Zum Festgottesdienst am vergangenen Sonntag kamen auch die örtlichen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, der ehemalige sächsische Regierungspräsident und ehemalige Marienkirchenpfarrer Walter Christian Steinbach sowie der frühere Pfarrer Gerd Mucke, Vorgänger des heutigen Pfarrers Christoph Krebs. Oberlandeskirchenrat Peter Meis übernahm die Predigt.
 
Bürgermeister Stephan Eichhorn, zugleich Vorsitzender des 2003 gegründeten Fördervereins für die Marienkirche, ging auf die Geschichte der Marienkirche ein. Für die Kirche sei 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung eine neue Zeit angebrochen, die vieles möglich gemacht habe, was zuvor unmöglich schien. Nach der Außensanierung in der Zeit von Pfarrer Gerd Mucke und nach 15 Jahren erfolgreichen Wirkens des Fördervereins, der sich auf institutionelle Förderer und sehr viele private Spender stützen konnte, besitzt die sanierte Kirche heute wieder ihre frühere Gestalt und Ausstrahlung.
Altar in der Marienkirche Rötha. (Foto: Stadt Murrhardt)

Marienkirche Rötha (Foto: Stadt Murrhardt)


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