Stadtnachricht

Partnerstadt Rabka-Zdrój nimmt 500 ukrainische Flüchtlinge auf


Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind mehr als zweihunderttausend Flüchtlinge aus der Ukraine nach Polen gekommen. Am Samstag überquerten über 77.000 Menschen die ukrainisch-polnische Grenze, am Sonntag mehr als 100.000. Mehr als vier Millionen Flüchtlinge warten auf ukrainischer Seite auf die Möglichkeit nach Polen einzureisen.

Auf Ersuchen der Woiwodschaft Kleinpolen hat die Stadt Rabka-Zdrój die Möglichkeit der Unterbringung von mehr als 500 Flüchtlingen aus der Ukraine in ihren Unterkünften gemeldet. Darüber hinaus gibt es Privatpersonen und Familien, die sich bereit erklären, Flüchtlinge bei sich aufzunehmen. Erste ukrainische Flüchtlinge sind bereits eingetroffen

Rabka-Zdrój hat Anlaufstellen eröffnet, bei denen die Bürger Sachspenden abgeben können. Ein Krisenstab der Stadt Rabka-Zdroj, dem neben Vertretern der Stadtverwaltung auch lokale Organisationen und Unternehmen aus der Gemeinde Rabka-Zdroj angehören, koordiniert die Maßnahmen in Rabka-Zdrój.

Die Stadt Rabka-Zdrój hat ein Spendenkonto eingerichtet. Die gesammelten Gelder werden zur Finanzierung notwendiger Anschaffungen im Zusammenhang mit der Unterbringung der ukrainischen Flüchtlinge verwendet. Diese Mittel werden von einem Ausschuss verwaltet, der sich aus Vertretern der Stadtverwaltung Rabka-Zdrój, der in Rabka-Zdrój tätigen Flüchtlingsorganisationen sowie eines Vertreters der ukrainischen Gemeinde zusammensetzt.

Wer die polnischen Freunde in Rabka-Zdrój bei dieser humanitären Aufgabe finanziell unterstützen möchte, der kann auf ein Sonderkonto spenden, das die Stadt Murrhardt für diesen Zweck eingerichtet hat: IBAN DE68 6025 0010 0004 6042 99 BIC: SOLADES1WBN bei der Kreissparkasse Waiblingen unter Stichwort „Ukraine“ oder „Rabka“. Sämtliche Spendengelder werden an das Sonderkonto der Stadt Rabka-Zdrój nach Polen weitergeleitet.

Aktuell bereiten sich auch das Land Baden-Württemberg, der Rems-Murr-Kreis und die Stadt Murrhardt auf Flüchtlingsströme aus der Ukraine vor. Die Lage hierzu ist allerdings noch unklar und auch die Auswirkungen vor Ort in Murrhardt sind noch nicht absehbar. Es greifen aber für die Flüchtlingsaufnahme seit Jahrzehnten bewährte Strukturen. Erste Anlaufstellen sind die Landeserstaufnahmeeinrichtungen. Von dort erfolgt die Weiterverteilung an die Stadt- und Landkreise, die in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden die Unterbringung organisieren. Daher kann die Stadt Murrhardt und können und sollten einzelne Bürgerinnen und Bürger aktuell nicht von selbst tätig werden. Akut wird kein Wohnraum benötigt, dennoch können sich Bürgerinnen und Bürger bei der Stadt melden, wenn sie solchen je nach weiterer Lageentwicklung zur Verfügung stellen möchten. Das Rathaus sammelt und koordiniert über den eingesetzten Krisenstab die Angebote. Weiter wird darauf hingewiesen, dass aktuell keine Sachspenden benötigt werden.

Ansprechpartner im Rathaus ist das Haupt- und Ordnungsamt, Tel. 07192/213-121 oder info@murrhardt.de

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