Geschichte der Städtepartnerschaften
Beginnend mit dem Jahre 1966 lässt sich eine lange Partnerschaftsgeschichte zeichnen.
Château-Gontier-sur-Mayenne, Frankreich
Im November 1965 besuchte eine Delegation aus Château-Gontier unter der Leitung des Bürgermeisters und mehrerer Stadträte die Stadt Murrhardt, wo sie herzlich empfangen wurden.
Am 24. September 1966 wurde die Städtepartnerschaft in Chateau-Gontier, durch die Bürgemeister Dr. George Lefevre und Helmut Götz unterzeichnet. Am 9. September 1967 fand das Partnerschaftszeremoniell unter großer Teilnahme der Bevölkerung vor dem Rathaus in Murrhardt statt.
Château-Gontier / Frome
Die Partnerschaft wurde am 7. Juni 1975 in Château-Gontier durch Bürgermeister und Landrat Jean Arthuis sowei dem Bürgemeister von Frome und Vorsitzenden des Partnerschaftskomittees, Peter Bardgett, unterzeichnet.
Frome / Murrhardt
Im September 1979 schlug Chateau-Gontier der Partnerstadt Frome eine Städtepartnerschaft auch mit Murrhardt einzugehen. Im Jahr 1981 einer Gruppe von 100 Pfadfinder besuchte Murrhardt und 1982 nahm der Bürgermeister von Murrhardt, Helmut Götz, an der "Cheese Show" in Frome teil. Am 24. September 1983 wurde in Frome auf der Veranda der Kirche des Hl. Johannes von den Bürgermeistern Bob Gooding und Helmut Götz unterzeichnet.
Dreierpartnerschaft Château-Gontier / Frome / Murrhardt
Am 21. September 1985 besiegelten in Frome, die drei Städte eine Dreierpartnerschaft. Sie wurde durch die Bürgermeister Jean Arthuis, Peter Belham und Helmut Götz unterzeichnet.
Viererpartnerschaft Château-Gontier Bazouges / Frome / Murrhardt / Rabka-Zdrój
Beim Dreiertreffen in Château-Gontier im Jahr 2006 wurde vereinbart, gemeinsam eine vierte Partnerstadt in Polen zu suchen. Nach einem gemeinsamen Auswahlprozess fiel die Wahl 2008 auf die südpolnischen Stadt Rabka-Zdrój. Die Vierer-Partnerschaft wurde am 17. Juli 2009 in Rabka-Zdrój durch die Bürgermeister Philippe Henry, Damon Hooton, Dr. Gerhard Strobel und der Bürgermeisterin Ewa Przybylo besiegelt.
Partnerschaft mit der Stadt Rötha
Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 besteht auch eine innerdeutsche Städtepatenschaft mit der Stadt Rötha in Sachsen. Die Stadtverwaltung Murrhardt begleitete nach der Wiedervereinigung die Stadtverwaltung in Rötha beim Aufbau der Verwaltung und der Kommunalpolitik nach freiheitlich-demokratischen Grundsätze und der neuen Gemeindeordnung des Freistaates Sachsen. Kontakte wurden auch zwischen den Vereinen entwickelt und intensiviert. So bestehen Kontakte zwischen den Feuerwehren, den Sport- und Schützenvereinen, den Museen beider Städte, der Verwaltungen und der Kommunalpolitik. Im Jahr 2015 wird anlässlich des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung und dem 25-jährigen Jubiläum der Patenschaft aufgrund des Beschlusses beider kommunalen Gremien eine Städtepartnerschaft begründet. Mit dieser wollen beide Städte auch weiterhin im Geiste wahrer Freundschaft auf das Gelingen der deutschen Einheit und der Einheit Europas in Frieden, Freiheit und Wohlstand hinwirken. Die bilaterale Partnerschaft zwischen Murrhardt und Rötha wird eng eingebunden sein in die Viererpartnerschaft zwischen Murrhardt, Château-Gontier, Frome und Rabka-Zdroj.
Partnerschaft Pieve di Soligo – Erweiterung zur Fünferpartnerschaft: Unio Civitatum
Mit der feierlichen Unterzeichnung am 31. Mai 2025 in Pieve di Soligo wurde der bestehende europäische Städteverbund um eine fünfte Partnerstadt – Pieve di Soligo (Italien) erweitert.
Die Erweiterung der bestehenden Partnerschaft wird als deutliches Zeichen für Frieden, Freundschaft und gelebte europäische Werte gewertet und stärkt den Austausch in Kultur, Jugend, Sport, Bildung und Zivilgesellschaft.
Murrhardter Schulen und Vereine pflegen daneben Kontakte mit Partnerorganisationen in Schweden, Polen, Ungarn, Italien, der Schweiz und der Ukraine.
Die Partnerschaftsaktivitäten in Murrhardt koordiniert der Partnerschaftsausschuss der Stadt Murrhardt, dem neben dem Bürgermeister, Stadträten auch Vertreter von Schulen, Kirchen und Vereinen angehören.
Solidaritätspartnerschaft mit Tschuhujiw, Ukraine
Die Beziehungen zwischen Murrhardt und der ukrainischen Stadt- und Territorialgemeinde Tschuhujiw reichen bereits nahezu zwei Jahrzehnte zurück. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurden die bestehenden freundschaftlichen Kontakte weiter intensiviert.
Am 11. Juli 2026 unterzeichneten Bürgermeister Armin Mößner und der stellvertretende Bürgermeister von Tschuhujiw, Ihor Kashchavtsev, im Rahmen des Europäischen Partnerschaftstreffens in Murrhardt eine gemeinsame Solidaritätserklärung. Damit stellten beide Kommunen ihre langjährigen Beziehungen auf eine neue Grundlage und begründeten eine Solidaritätspartnerschaft zwischen Murrhardt und Tschuhujiw.
Die Solidaritätspartnerschaft steht für die Unterstützung der Menschen in Tschuhujiw sowie für Frieden, Freiheit, Demokratie und europäische Solidarität. Zugleich soll sie die persönlichen und gesellschaftlichen Kontakte zwischen beiden Kommunen weiter stärken. Tschuhujiw ist dabei eng in die Begegnungen und Aktivitäten des europäischen Städteverbundes eingebunden.
Murrhardter Schulen und Vereine pflegen daneben Kontakte mit Partnerorganisationen in Schweden, Polen, Ungarn, Italien und der Schweiz.
Die Partnerschaftsaktivitäten in Murrhardt koordiniert der Partnerschaftsausschuss der Stadt Murrhardt, dem neben dem Bürgermeister und Mitgliedern des Gemeinderats auch Vertreter von Schulen, Kirchen und Vereinen angehören.