Wasserverband Murrtal

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Hochwasservorsorge

Hochwasser13-1-2011_21 In den vergangenen Jahrzehnten haben sich extreme Hochwasser-Ereignisse in Mitteleuropa gehäuft. Das Oder-, das Elbe-Hochwasser oder ganz in der Nähe das Hochwasser im Killertal auf der Schwäbischen Alb 2008, in Fornsbach oder Oppenweiler 2009, im Glemstal im Sommer 2010 oder am jüngst 13. Januar 2011 im ganzen Murr- und Remstal zeugen davon.

Eigentlich sind Hochwässer natürliche Ereignisse. Durch menschliche Siedlungstätigkeiten in Flußauen einerseits und durch den Klimawandel mit häufigeren Starkniederschlägen andererseits hat sich die Situation aber verschärft.

Extrem-Hochwasser-Ereignisse können zu beträchtlichen volkswirtschaftlichen aber auch zu persönlichen Schäden führen: Überschwemmte Keller, beschädigtes Eigentum bis hin zu Verletzten oder gar Toten.

Verhindern kann das "Naturereignis Hochwasser" niemand!

Was ist zu tun, um die Folgen von extremem Hochwasser so gering als möglich zu halten ?

  1. Präventiv ist darauf zu achten, dass potenziell gefährdete Flächen angepasst genutzt werden, Wasser-Rückhalteräume erhalten bleiben und eine weitere Flächenversiegelung eingeschränkt wird.
  2. Durch den Bau von aufeinander abgestimmten Rückhalte- und Schutzmaßnahmen ist das Risiko einer Überflutung von Wohn- und Gewerbegebieten so gering wie möglich zu halten.
    Deshalb hat sich die Stadt Murrhardt, zusammen mit den Murr-Anliegerstädten und -gemeinden Sulzbach an der Murr, Oppenweiler und Backnang am 12. Februar 2008 zum Wasserverband Murrtal zusammengeschlossen:
    Gemeinsames Ziel ist es, im kommenden Jahrzehnt insgesamt fünf Hochwasser-Rückhaltebecken zu bauen, über die sich die Wasser-Abflußmengen besser kontrollieren lassen. Zusätzlich werden innerorts Mauern und Dämme gebaut werden, die die Siedlungsgebiete bei einem Hochwasser, wie es statistisch alle 100 Jahre auftritt, wirkungsvoll schützen werden.
  3. Hochwasservorsorge
    Private Aufgabe:
    Anpassung der Bauweise und Ausrüstung von baulichen Anlagen entsprechend der Hochwassergefahr ("mit Hochwasser leben"),
    Öffentliche Aufgaben:
    Verhaltensvorsorge (RechtzeitigeHochwasserwarnung und planvolles
    Handeln vor und während des Hochwassers, um die Schäden zu verringern
    ),
    Erstellung und Aktualisierung von Alarm- und Einsatzplänen.

Entgegen landläufiger Auffassung ist die Hochwasservorsorge privater Immobilienbesitzer in allererster Linie deren persönliche Verantwortung. Denn laut Gesetz zur Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes vom Mai 2005 ist "jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen Gefährdungen von Mensch, Umwelt oder Sachwerten anzupassen."

Die Kommunen ergänzen diese Vorsorge durch die oben genannten Präventiv- und Schutzmaßnahmen. Ersetzen können diese die private Vorsorge nicht!

Wo kann ich mich informieren ?

  • Bei der Hochwasservorhersage-Zentrale Baden-Württemberg finden Sie aktuelle Warnmeldungen und Lageberichte sowie eine Wasserstands-Pegelkarte, ebenso den Stand des nächsten Pegels Oppenweiler.
  • Durch die Hochwasser-Gefahrenkarten für das Murrtal können Sie sich informieren, ob Sie bei einem Extremhochwasser, wie es statistisch alle 100 Jahre einmal vorkommt (sogenanntes HQ100-Hochwasser) mit Ihrer Immobilie betroffen sein könnten.
  • In Informationsbroschüren im Anhang finden Sie zusammengefasst, wie Sie sich bestmöglich gegen die Einwirkung von Hochwasser und Starkregen schützen können.
  • Informieren Sie sich auch über die Internet-Seiten der Hochwasserschutz-Behörden und der WBW-Fortbildungsgesellschaft

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