Wildschäden

Oberstes Gebot bei der Regulierung von Wildschäden ist die Zusammenarbeit und Kooperation von Landwirten und Jagdpächtern. Durch ein gemeinschaftliches Miteinander und offene Kommunikation zwischen den Parteien können Probleme vermieden und gelöst werden.
 
Bagatellschäden unter 100 € sollten möglichst durch eine gütliche Einigung zwischen Landwirt und Jagdpächter gelöst werden. Erst wenn abzusehen ist, dass es sich um größere Schäden handelt, sollte unter Hinzuziehung des zuständigen Ausschussmitgliedes und Anmeldung des Schadens bei der Stadt Murrhardt das Verfahren für Wildschäden in Gang gesetzt werden.
 
Mit Inkrafttreten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG) im Jahr 2014 ergaben sich auch für das Verfahren in Wildschadensangelegenheiten neue Regelungen. Das seitherige Vorverfahren bei den Gemeinden entfällt.
 
Das jetzige Verfahren hier in Kurzform:
 
> Frist zur Anmeldung des Schadens, nachdem er bekannt wurde, bzw. bei Beachtung der gebotenen Sorgfaltspflicht hätte bekannt sein müssen = 1 Woche

> Bei forstwirtschaftlichen Grundstücken genügt eine Schadensmeldung einmal jährlich bis zum 15. Mai.

> Schadensanmeldung an die Stadt Murrhardt schriftlich mit dem hier zum Download bereitgestellten Formular.

> Das Formular muss vollständig ausgefüllt und unterschrieben an die Stadt Murrhardt übersandt werden.

> Die Stadt Murrhardt stellt eine Bescheinigung über die Schadensanmeldung aus und stellt sie beiden Beteiligten zu.

Hier endet das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren für die Stadt Murrhardt. Die Geltendmachung und gegebenenfalls Durchsetzung des Schadensersatzes obliegt sodann dem geschädigten Grundstückseigentümer. Eine Zuständigkeit der Stadt Murrhardt über die Entgegennahme und Bescheinigung der Schadensanmeldung hinaus ist nicht gegeben.